Wie entstehen Wadenkrämpfe?

Wadenkrämpfe entstehen, indem sich die Wadenmuskulatur schmerzhaft zusammenzieht. Die Verkrampfung tritt in der Regel plötzlich und ohne Vorwarnung auf, häufig beim Sport oder auch nachts im Schlaf.


Was passiert beim Wadenkrampf? Dass sich Muskeln anspannen (Kontraktion), ist ein völlig normaler Teil unseres Bewegungsapparats – solange sie sich anschließend auch wieder entspannen. Bei Wadenkrämpfen jedoch bleibt genau diese Entspannung zunächst aus. Die Muskulatur fühlt sich hart an und schmerzt. Wie genau Wadenkrämpfe entstehen, ist bis heute nicht wissenschaftlich geklärt. Jedoch gibt es eine Reihe an möglichen Auslösern für das Verkrampfen (siehe unten).


Zwar sind Wadenkrämpfe sehr schmerzhaft und gerade im Fall nächtlicher Wadenkrämpfe auch äußerst lästig, sie dauern aber zum Glück meist nur wenige Minuten an. Meist helfen Massagen oder Dehnübungen, die Wadenkrämpfe schnell zu lindern.
 

Woher kommen nächtliche Wadenkrämpfe?

Besonders lästig sind Wadenkrämpfe, wenn sie uns nachts plötzlich schmerzhaft aus dem Schlaf reißen. Doch wieso entstehen Wadenkrämpfe überhaupt oft in der Nacht, wo die Muskeln doch in Ruhe liegen?


Genau da liegt jedoch der Hund begraben. Während die Muskulatur tagsüber regelmäßig bewegt und dadurch automatisch gedehnt wird, kann nachts keine Dehnbewegung die nächtlichen Wadenkrämpfe verhindern.

Was ist die Ursache für Wadenkrämpfe?

Wadenkrämpfen können folgende Ursachen zu Grunde liegen:

  • Mängel im Flüssigkeits- und Elektrolytaushalt (insbesondere ein Magnesiummangel, z.B. durch sportliche Belastung oder in der Schwangerschaft)
  • Muskelkrankheiten, verkürzte Muskeln oder Überbelastung der Muskeln
  • Bewegungsmangel, der zu mangelnder Durchblutung und Nährstoffversorgung führt
  • Hormonelle Störungen bzw. Schwankungen
  • Stoffwechselstörungen (wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes)
  • Nervenkrankheiten (wie Parkinson, Multiple Sklerose oder amyotrophe Lateralsklerose)
  • Unbequeme, gerade auch hohe Schuhe
  • Medikamentöse Nebenwirkungen/Begleiterscheinungen (auch der Pille) oder Vergiftungen
  • Durchblutungsstörungen und Venenerkrankungen (wie Krampfadern)

Gerade Sportler, Schwangere, kranke oder ältere Menschen leiden entsprechend oft unter Wadenkrämpfen.

Wadenkrämpfe und Krampfadern: Wie hängt das zusammen?

Obwohl Krampfadern „Krampf“ im Namen tragen, werden diese nicht durch Wadenkrämpfe ausgelöst. Stattdessen leitet sich der Name des Venenleidens vom altdeutschen „krimpfan“ (= krümmen) ab, da man bei Krampfadern die gekrümmten Venen bläulich durch die Haut schimmern sieht.

Und doch gibt es einen Zusammenhang zwischen Wadenkrämpfen und Krampfadern. Es ist nämlich genau umgekehrt: 
Nicht Wadenkrämpfe lösen Krampfadern aus, sondern Krampfadern können zu Wadenkrämpfen führen. Denn Krampfadern sind erweiterte, ausgesackte Venen und beeinträchtigen den Stoffwechsel in den Beinen. Neben Wasseransammlungen, Spannungsgefühlen und schweren Beinen kann es daher bei Krampfadern auch zu Muskelkrämpfen kommen. Da die Symptome von Krampfadern über den Tag tendenziell zunehmen, treten die Wadenkrämpfe hier oft nachts auf.


Zum Glück können Sie das mit Venostasin® retard  vermeiden. Denn mit Venostasin® retard schützen Sie Ihre Venenwand und können so auch nächtliche Wadenkrämpfe lindern.

Wie kann man Wadenkrämpfen vorbeugen?

Sofern Sie nicht Symptom einer ernsten Erkrankung sind, lassen sich Wadenkrämpfe meist durch eine leichte Anpassung Ihrer Lebensgewohnheiten vermeiden:

  • Trinken Sie ausreichend
    Achten Sie auf Ihren Elektrolythaushalt. Trinken Sie – gerade nach dem Sport oder bei großer Hitze – ausreichend isotonische Getränke, um die ausgeschwitzten Elektrolyte wieder „aufzufüllen“.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung
    Das ist wichtig, um Ihren Körper mit allen wichtigen Mineralstoffen zu versorgen. Für die Muskulatur sind gerade Magnesium und Natrium essenziell. Reich an Magnesium sind z.B. Bananen, Nüsse und Hülsenfrüchte sowie Vollkornprodukte.

Übrigens: Das bei Wadenkrämpfen viel empfohlene „Wundermittel Magnesiumtablette“ ist bei einer ausgewogenen Ernährung meist gar nicht nötig. Sollten Sie jedoch einen erhöhten Mineralstoffbedarf haben, zum Beispiel direkt nach dem Sport, auf Grund erhöhten Alters oder in der Schwangerschaft, können entsprechende Nahrungsergänzungen aber eine gute Lösung sein.
 

  • Regen Sie die Durchblutung an
    Wechselduschen oder ein anregendes Kneipp-Fußbad fördern die Durchblutung in den Beinen und beugen so Muskelverkrampfungen vor.
  • Bringen Sie durch Bewegung die Muskulatur in Schwung
    Denn ist die Muskulatur zu wenig in Bewegung, kann auch dies Wadenkrämpfe verursachen.
  • Wärmen Sie sich vor dem Sport gut auf
    Verzichten Sie keinesfalls vor sportlicher Belastung auf ein ausreichendes Stretching. So verderben Ihnen Wadenkrämpfe nicht mehr den Spaß am Sport.
  • Wärmen Sie Ihre Waden
    Gerade wenn Wadenkrämpfe nachts oder draußen beim Sport auftreten, kann Wärme helfen, diese zu vermeiden. Die richtigen Strümpfe oder eine nächtliche Wärmflasche bzw. ein erhitztes Körnerkissen entspannen die Muskulatur.
  • Dehnen Sie sich vor dem zu Bett gehen
    Schon wenige Minuten Stretching-Übungen vor dem Schlafengehen helfen gerade bei älteren Menschen, nächtlichen Wadenkrämpfen vorzubeugen.
  • Wählen Sie bequeme Schuhe
    Zu hoch, zu eng, zu unbequem – auch das falsche Schuhwerk kann Wadenkrämpfe auslösen. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Schuhe gut sitzen und gleichen Sie gegebenenfalls orthopädische Fehlstellungen durch Einlagen aus.
  • Unterstützen Sie Ihre Beine durch Venostasin® retard
    Sollten Ihre Wadenkrämpfe (meist nachts) durch Krampfadern ausgelöst werden, da diese die Mineralstoffversorgung in Ihren Beinen beeinträchtigen, kann Venostasin® retard helfen, Wadenkrämpfen vorzubeugen.

Wann zum Arzt bei Wadenkrämpfen?

Wadenkrämpfe sind zwar schmerzhaft und lästig, jedoch in der Regel harmlos. Suchen Sie dennoch Ihren Hausarzt auf, wenn die Wadenkrämpfe:

  • Chronisch auftreten (und dadurch auch Ihre Nachtruhe stören oder Sie im Alltag einschränken)
  • In Kombination mit weiteren Symptomen wie Taubheit, Kribbeln, Lähmungserscheinungen, Rückenschmerzen oder Schwellungen auftreten.
  • Durch Dehnen und/oder sanftes Massieren nicht vergehen und über mehrere Minuten anhalten
  • Durch bestimmte Bewegungen ausgelöst werden