Bonner Venenstudie: Venengesundheit der Deutschen im Blick

Die Bonner Venenstudie: Venengesundheit im Blick

Stellen Sie sich vor, jemand würde die gesamte deutsche Bevölkerung bitten, die Hosen hochzukrempeln. Nicht aus Jux und Tollerei, sondern für die Wissenschaft. Genau das, im übertragenen Sinne, hat die Bonner Venenstudie getan. Sie war und ist ein Meilenstein, um zu verstehen, wie es um die Venengesundheit hierzulande bestellt ist. Doch was genau wurde da untersucht? Wer steckte dahinter? Und welche der damaligen Erkenntnisse sind heute, im Lichte neuer Forschung und Behandlungsmethoden, noch relevant für uns? Begleiten Sie uns auf eine Spurensuche, die unter die Haut geht. 

Inhalt fachlich überprüft von: Medical Affairs

Inhaltsverzeichnis

1.

Wer zählte die Krampfadern? Das Robert Koch-Institut und sein Auftrag

Wer steckt eigentlich hinter der Studie? Und warum überhaupt?
2.

Die Methodik

Wie aussagekräftig ist die Bonner Venenstudie über 20 Jahre später?
3.

Zentrale Ergebnisse: Wie verbreitet sind Venenerkrankungen?

Sind Männer oder Frauen häufiger betroffen? Und wie viele Menschen haben eigentlich komplett gesunde Venen?
4.

Aktuelle Entwicklungen: zwei Jahrzehnte nach der Bonner Venenstudie

Bestätigung durch Folgestudien und aktuelle Forschung

Venostasin - Bonner Venenstudie 1

1.

Wer zählte die Krampfadern? Das Robert Koch-Institut und sein Auftrag

Wer steckt eigentlich hinter der Studie? Und warum überhaupt?
2.

Die Methodik

Wie aussagekräftig ist die Bonner Venenstudie über 20 Jahre später?
3.

Zentrale Ergebnisse: Wie verbreitet sind Venenerkrankungen?

Sind Männer oder Frauen häufiger betroffen? Und wie viele Menschen haben eigentlich komplett gesunde Venen?
4.

Aktuelle Entwicklungen: zwei Jahrzehnte nach der Bonner Venenstudie

Bestätigung durch Folgestudien und aktuelle Forschung

Wer zählte die Krampfadern? Das Robert Koch-Institut und sein Auftrag

Viele Menschen kennen es: schwere Beine nach einem langen Tag, sichtbare Äderchen an den Waden oder sogar Krampfadern, die sich unter der Haut schlängeln. Solche Zeichen werden oft als kosmetisches Problem oder normale Alterserscheinung abgetan. Doch wie verbreitet sind Venenerkrankungen wirklich? Und ab wann werden sie medizinisch bedeutsam? Genau diese Fragen hat die Bonner Venenstudie untersucht – eine umfassende Gesundheitsstudie, die unsere Venengesundheit unter die Lupe nimmt. Ihre Ergebnisse liefern aufschlussreiche Antworten, die uns alle angehen.

Reisethrombose Risiko-Orientierungshilfe

Individuelle Risikoeinschätzung basierend auf medizinischen Leitlinien

Frage 1 von 10

Wie lange wird Ihre längste ununterbrochene Reisephase dauern?

Die WHO-WRIGHT-Studie zeigt: Das Thromboserisiko verdoppelt sich bei Reisen ab 4 Stunden. Das absolute Risiko bleibt jedoch gering (ca. 1:6.000).
Frage 2 von 10

Hatten Sie bereits eine Thrombose oder Lungenembolie?

Eine frühere venöse Thromboembolie ist der stärkste Risikofaktor für ein Wiederauftreten.
Frage 3 von 10

Hatten Sie in den letzten 4 Wochen eine größere Operation?

Größere Operationen (>45 Minuten) erhöhen das Thromboserisiko erheblich.
Frage 4 von 10

Haben Sie eine aktive Krebserkrankung oder waren in Krebsbehandlung?

Aktive Krebserkrankungen und deren Behandlung erhöhen das Thromboserisiko deutlich.
Frage 5 von 10

Ist bei Ihnen eine angeborene Gerinnungsstörung (Thrombophilie) bekannt?

Bekannte Thrombophilien wie Faktor-V-Leiden oder Protein-C-Mangel erhöhen das Risiko erheblich.
Frage 6 von 10

Waren Sie kürzlich längere Zeit bettlägerig oder immobilisiert?

Längere Bettruhe oder Ruhigstellung durch Gips/Schiene in den letzten 4 Wochen.
Frage 7 von 10

Wie alt sind Sie?

Das Thromboserisiko steigt mit dem Alter, besonders ab 60 Jahren.
Frage 8 von 10

Nehmen Sie östrogen-haltige Medikamente ein?

Antibabypille oder Hormonersatztherapie erhöhen das Thromboserisiko, besonders in Kombination mit Reisen.
Frage 9 von 10

Sind Sie schwanger oder waren kürzlich schwanger?

Schwangerschaft und die ersten 6 Wochen nach Geburt sind Hochrisikophasen.
Frage 10 von 10

Treffen weitere Risikofaktoren auf Sie zu?

Zusätzliche Faktoren: Starkes Übergewicht (BMI >30), ausgeprägte Krampfadern, Familiengeschichte von Thrombosen oder andere chronische Erkrankungen.

Ihre Risikoeinschätzung

Auswertung

Wissenschaftliche Grundlage dieser Einschätzung:

Diese Orientierungshilfe basiert auf den aktuellen Leitlinien der WHO, CDC und führender medizinischer Fachgesellschaften zur Reisethrombose-Prävention:

  • WHO WRIGHT-Studie: Nachweis der Risikosteigerung bei Reisen ab 4 Stunden
  • CDC Yellow Book 2024: Empfehlungen für individuelle Risikobewertung
  • Amerikanische Gesellschaft für Hämatologie: Konservative Präventionsansätze
  • Meta-Analysen: Wirksamkeit von Kompressionsstrümpfen bei Hochrisikoreisenden

Wichtig: Dies ist keine validierte Risiko-Skala, sondern eine strukturierte Orientierungshilfe basierend auf anerkannten Risikofaktoren. Medizinische Fachgesellschaften empfehlen individuelle Beurteilungen statt numerischer Scores für Reisethrombose.

Medizinischer Hinweis: Diese Orientierungshilfe dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Das absolute Risiko einer Reisethrombose ist generell sehr gering (1:6.000 bei Flügen >4h). Bei konkreten gesundheitlichen Beschwerden, Symptomen einer Thrombose oder bei Unsicherheiten bezüglich Ihres Risikos konsultieren Sie bitte einen Arzt. Bei sehr hohem Risiko sollten Präventionsmaßnahmen immer ärztlich abgesprochen werden.
Balkendiagramm, dass die wichtigsten Erkenntnisse der Bonner Venenstudie über die Venengesundheit der Deutschen zusammenfasst: 1. Venenerkrankungen sind sehr häufig 2. Schwere Verläufe seltener als früher 3. Erkrankungen nehmen im Alter zu 4. Prävention u
Hinter der Bonner Venenstudie, deren erste Ergebnisse um 2003 veröffentlicht wurden und die im Gesundheitsbericht des Bundes von 2009 (Heft 44 „Venenerkrankungen der Beine“) breite Aufmerksamkeit erfuhr, steht eine Institution von nationaler Bedeutung: das Robert Koch-Institut (RKI). 
Es handelt sich um eine groß angelegte epidemiologische Untersuchung, die von der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie initiiert und in Kooperation mit dem RKI durchgeführt wurde. 
Finanziert wurde sie durch das Bundesministerium für Gesundheit, was bereits zeigt, welchen Stellenwert das Thema hat. Unter der wissenschaftlichen Federführung von Prof. Dr. Eberhard Rabe(Universität Bonn, Klinik für Dermatologie) wurden zwischen November 2000 und März 2002 insgesamt 3.072 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 79 Jahren untersucht. Die Teilnehmer stammten sowohl aus der Stadt Bonn als auch aus ländlichen Gemeinden der Umgebung, sodass Stadt- und Landbevölkerung vertreten waren.

Die Methodik

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgte per Zufallsstichprobe aus Melderegistern. Ein wichtiger Aspekt, um repräsentative Daten der Allgemeinbevölkerung zu erhalten. Alle Probanden durchliefen eine gründliche Untersuchung ihrer Beinvenen durch geschulte Phlebologen. Dabei kamen neben der klinischen Begutachtung auch moderne Diagnosemethoden wie die farbkodierte Duplex-Ultraschalluntersuchung zum Einsatz.

Mit Ultraschall lässt sich prüfen, ob Venenklappen richtig schließen oder ob ein venöser Reflux (Rückfluss des Blutes) vorliegt.

Tatsächlich zeigte die Studie, dass rund 20% der Teilnehmenden einen pathologischen Reflux im oberflächlichen Venensystem aufwiesen. Ein Hinweis darauf, dass bei vielen Menschen unbemerkt Funktionsstörungen der Venenklappen vorhanden sind. Zusätzlich wurden die Teilnehmer nach Symptomen befragt (z.B. Schweregefühl, Schmerzen, Schwellungen in den letzten vier Wochen) und nach eventuellen Venenbehandlungen in der Vergangenheit.

Anhand aller Befunde ordnete man jede Person gemäß der international anerkannten CEAP-Klassifikation ein, die den Schweregrad chronischer Venenleiden wie der Venenschwäche (CVI / chronische venöse Insuffizienz) von C0(keine sichtbaren Veränderungen) bis C6(offenes Bein/Ulcus cruris) beschreibt.

Diese sorgfältige Vorgehensweise – repräsentative Stichprobe, körperliche Untersuchung und Ultraschalldiagnostik – verleiht der Bonner Venenstudie eine hohe wissenschaftliche Glaubwürdigkeit. Entsprechend wird sie in der medizinischen Fachwelt breit akzeptiert und häufig zitiert, etwa in Leitlinien und Folgeuntersuchungen. Sie schließt eine Lücke, denn zuvor gab es nur wenige verlässliche Daten zur Häufigkeit von Venenerkrankungen in Deutschland.

Zentrale Ergebnisse: Wie verbreitet sind Venenerkrankungen?

Die Bonner Venenstudie förderte Erstaunliches zutage. Kurz gesagt bestätigten die Daten, dass Venenerkrankungen äußerst verbreitet sind. Es handelt sich um eine echte Volkskrankheit. Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  1. Nahezu jeder Erwachsene zeigt Venenveränderungen: Nur etwa 10% der 18–79-Jährigen hatten völlig gesunde, unveränderte Beinvenen. Umgekehrt bedeutet das: Rund 90% der Bevölkerung weisen zumindest leichte Veränderungen am Venensystem auf, etwa Besenreiser oder retikuläre Venen (netzartige Venen unter der Haut). Venengesunde Beine sind also eher die Ausnahme.
  2. Krampfadern sind sehr häufig: Insgesamt leidet fast ein Viertel der Deutschen(circa 23%) an echten Krampfadern(Varikosis). Frauen sind dabei etwas öfter betroffen als Männer. In der Studie hatten 15,8% der Frauen und 12,4% der Männer sichtbare Krampfadern (CEAP-Stadium C2), oft noch ohne weitere Hautveränderungen oder Ödeme.
  3. Viele haben bereits chronische Venenleiden: Etwa 17% der Erwachsenen wiesen eine fortgeschrittene, chronische Venenerkrankung mit Symptomen auf, die einer ärztlichen Behandlung bedarf. Dazu zählen Veränderungen wie dauerhafte Beinödeme(Wassereinlagerungen, CEAP C3), Hautverfärbungen oder -verhärtungen durch Venenstauung (C4), bis hin zu abgeheilten oder offenen Unterschenkelgeschwüren (C5–C6). Solche schwerwiegenden Folgen – umgangssprachlich das „offene Bein“ – waren zum Glück selten: weniger als 1% der Untersuchten hatten ein venös bedingtes Beinulkus.
  4. Geschlechterunterschiede: Frauen zeigten in einigen Kategorien höhere Raten (z. B. häufiger Krampfadern und Ödeme), was teilweise mit Schwangerschaften und Bindegewebsschwäche zusammenhängen kann. Dennoch sind auch Männer deutlich betroffen. Laut Studie hatte etwa jeder sechste Mann und jede fünfte Frau eine chronische Venenschwäche im Sinne einer behandlungsbedürftigen Erkrankung. Venenleiden sind also keineswegs ein reines „Frauenproblem“.
  5. Häufige Symptome werden oft ignoriert: Mehr als jeder zweite Teilnehmer (rund 56% berichtete über Beinbeschwerden, die auf eine Venenerkrankung hindeuten könnten. Typisch waren müde und schwere Beine, Spannungsgefühle, Schmerzen nach langem Stehen oder nächtliche Wadenkrämpfe. Erstaunlicherweise klagten auch viele Betroffene ohne sichtbare Krampfadern über solche Symptome. Das zeigt, dass bereits frühzeitig Warnzeichen auftreten, die jedoch leicht übersehen oder anderen Ursachen zugeschrieben werden.
  6. Beinschwellungen sind weit verbreitet: Etwa jeder dritte Studienteilnehmer hatte in der Vorgeschichte schon einmal eine deutliche Beinschwellung bemerkt. Interessant ist hier der große Unterschied zwischen den Geschlechtern: 42,1% der Frauen berichteten von früheren Beinödemen, aber auch 16,2% der Männer. Letztere also deutlich seltener, doch immer noch jeder Sechste. Zum Zeitpunkt der Untersuchung konnte bei 13,4% aller Probanden ein eindrückbares (prätibiales) Ödem am Unterschenkel festgestellt werden; ein Zeichen chronischer Venenschwäche (CEAP C3).

Diese Zahlen machen eindrücklich klar, dass Venenerkrankungen sehr häufig sind und oft bereits im mittleren Alter beginnen. Schon in der Altersgruppe der 30–39-Jährigen hatten in der Studie fast 20% sichtbare Varikosen oder Venenschwäche-Anzeichen, Tendenz steigend mit dem Alter.

Mit zunehmendem Lebensalter nahm die Schwere der Venenerkrankungen zu: Während z. B. bei den 18–19-Jährigen kaum jemand Krampfadern hatte, waren es bei den 70–79-Jährigen rund ein Viertel, und etwa 26% in dieser höchsten Altersgruppe litten unter Venenschwellungen (Ödemen).

Ganz schwere Verläufe mit offenen Beinen waren in der Bonner Studie aber seltener als in früheren Jahrzehnten. Die Forscher um Prof. Rabe führen dies unter anderem auf bessere Behandlungsmöglichkeiten und Prävention zurück, zum Beispiel moderne Therapien wie rechtzeitiges Veröden oder Operieren von Krampfadern, konsequentes Tragen von Kompressionsstrümpfen und allgemein mehr Bewusstsein für Venengesundheit scheinen Früchte zu tragen. Diese Verbesserung zeigt, dass Venenleiden zwar häufig sind, man ihrem Fortschreiten heute aber besser entgegenwirken kann als früher.

Venengymnastik zum Nachmachen Übungen im Stehen, Liegen und Sitzen

Bedeutung für die Gesellschaft und den Einzelnen

Die Ergebnisse der Bonner Venenstudie haben eine große gesellschaftliche Relevanz. Sie bestätigen, dass Venenerkrankungen zu den häufigsten chronischen Krankheiten in Deutschland zählen – tatsächlich kann man von einer Volkskrankheit sprechen. Fast jeder vierte Erwachsene hat Krampfadern, und fast jeder fünfte leidet an einer behandlungsbedürftigen Venenschwäche. Hochgerechnet auf die Bevölkerung sind das viele Millionen Menschen, die venöse Beschwerden haben oder bei denen das Risiko dafür besteht.

Diese Erkenntnis war ein Weckruf: Venenleiden sind nicht bloß ein optisches Problem einiger weniger, sondern ein Massenphänomen mit erheblichem Einfluss auf die Lebensqualität und – im Falle von Komplikationen – auch auf das Gesundheitssystem.

„Die Konsequenz aus der Bonner Venenstudie muss ein Mehr an Prävention sein.“
von Dr. Ernst Pohlen vom Kompressionsverband Eurocom

Für die Betroffenen bedeutet das zunächst einmal Entlastung: Wenn Sie selbst unter Krampfadern, Schwellungen oder schweren Beinen leiden, sind Sie nicht allein. Im Gegenteil, es gehört fast zum „normalen“ Erfahrungsschatz des Älterwerdens. Dieses Wissen kann helfen, die eigenen Symptome ernst zu nehmen, aber ohne übertriebene Angst.

Die Bonner Venenstudie schafft hier Orientierung: Sie zeigt eine Art Landkarte der Venengesundheit. Man erkennt, dass viele Menschen ähnliche Beschwerden haben und dass es klare medizinische Kategorien gibt, in die man diese einordnen kann. Gerade das empathische Verständnis, dass z. B. schwere Beine nach einem Arbeitstag kein persönliches Versagen sind, sondern häufig vorkommen, kann Betroffenen emotional entlasten.

Zugleich weckt die Studie Vertrauen, denn sie beweist: Die Medizin kennt dieses Problem und forscht daran. Wer mit unscheinbaren Symptomen wie abendlichen Knöchelschwellungen zum Arzt geht, darf sich aufgrund solcher Studien ernst genommen fühlen. Ärzte können anhand der Daten besser einschätzen, wann aus leichten Venenproblemen behandlungsbedürftige Krankheiten werden.

So hat die Bonner Venenstudie auch Eingang in medizinische Leitlinien und Aufklärungskampagnen gefunden, mit dem Ziel, frühzeitige Prävention zu fördern und schwerwiegende Folgen zu verhindern.

Denn eines zeigte die Studie deutlich: Prävention und rechtzeitige Therapie lohnen sich. Die Tatsache, dass heute weniger Menschen ein „offenes Bein“ entwickeln als noch vor 20 Jahren, wird als Erfolg von moderner Medizin und Aufklärung gewertet.

Gesundheitspolitisch unterstreichen die Studienergebnisse den Bedarf an Aufklärung und Versorgung: Venenerkrankungen verursachen erheblichen Behandlungsaufwand und Kosten, etwa durch Langzeittherapien chronischer Geschwüre. Umso wichtiger ist es, flächendeckend auf Vorbeugung zu setzen.

Kompressionstherapie, Bewegung und Venengymnastik, Gewichtsmanagement und gegebenenfalls minimalinvasive Eingriffe: all das kann helfen, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten und spätere Komplikationen zu vermeiden.

Erste Zeichen von Venenleiden müssen nicht hingenommen werden. Häufige Symptome einer Venenschwäche

Glaubwürdigkeit und Resonanz in der Fachwelt

Die Bonner Venenstudie genießt in Fachkreisen hohes Ansehen und das zu Recht, denn sie wurde von ausgewiesenen Experten durchgeführt und nach strengen wissenschaftlichen Maßstäben publiziert.

Hauptverantwortlich war Prof. Dr. Eberhard Rabe, ein renommierter Phlebologe und damaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie.

Durchgeführt wurde die Studie an der Universitätsklinik Bonn, was gewährleistete, dass erfahrene medizinische Teams die Untersuchungen vornahmen.

Die Einbindung des Robert Koch-Instituts als Herausgeber der Ergebnisse unterstreicht die Qualität und Relevanz der Daten. Das RKI ist die zentrale deutsche Einrichtung für Gesundheitsmonitoring und genießt großes Vertrauen. Außerdem stand – wie erwähnt – das Bundesministerium für Gesundheit hinter dem Projekt, ebenso wie die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie, die das fachliche Know-how einbrachte.

Diese Konstellation aus staatlicher Förderung, universitärer Forschung und fachgesellschaftlicher Expertise verleiht der Bonner Venenstudie eine hohe Autorität. In der medizinischen Fachwelt wurde sie schnell zu einem Referenzwerk. Andere Wissenschaftler zitieren die Ergebnisse häufig, z.B. wenn es um die Häufigkeit von Krampfadern oder Thrombosen geht.

Auch in Leitlinien – etwa zur Behandlung von Krampfadern – fließen die Daten der Bonner Venenstudie ein, um die Notwendigkeit von Therapien zu untermauern. Kurz: Die Studie ist breit akzeptiert und hat unseren Kenntnisstand über Venenerkrankungen nachhaltig geprägt.

Ein Indikator für die Akzeptanz ist auch, dass die Studie in Fachjournalen veröffentlicht wurde. Die wichtigsten Resultate erschienen 2003 in der Zeitschrift Phlebologie, was bedeutet, dass sie ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben, also eine Begutachtung durch unabhängige Experten.

Darüber hinaus wurden die Daten in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes aufbereitet, sodass sie auch Gesundheitsbehörden und Politikern präsentiert wurden.

Diese breite Streuung, von der wissenschaftlichen Community bis hin zur öffentlichen Gesundheitspolitik, zeigt, dass die Bonner Venenstudie als maßgebliche Quelle anerkannt ist. Kein Wunder also, dass sie oft als Meilenstein der Phlebologie in Deutschland bezeichnet wird.

Aktuelle Entwicklungen: zwei Jahrzehnte nach der Bonner Venenstudie

Nach Abschluss der Bonner Venenstudie I (2000–2002) blieb es nicht bei dieser einmaligen Bestandsaufnahme. Um herauszufinden, wie sich Venenerkrankungen im Zeitverlauf entwickeln, wurde rund sieben Jahre später eine Folgeuntersuchung – die Bonner Venenstudie II – durchgeführt.

Dazu lud man die ursprünglichen Teilnehmer erneut ein (in den Jahren 2007/2008) und konnte 1.978 Personen für eine Nachuntersuchung gewinnen.

Die Bonner Venenstudie II verfolgte mehrere Ziele:

  1. Zum einen wollte man neue Erkrankungsfälle (Inzidenz) und das Fortschreiten bestehender Venenleiden (Progression) erfassen.
  2. Zum anderen interessierte die Forscher besonders, wie gut die Patienten inzwischen versorgt wurden, insbesondere mit Blick auf die Therapie mit Kompressionsstrümpfen, die als Basisbehandlung gilt.

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Die Ergebnisse dieser Nachfolgestudie untermauerten im Wesentlichen die Aussagen der ersten Untersuchung.

So zeigte sich, dass Venenerkrankungen weiterhin sehr häufig waren. Das allgemeine Bild hatte sich nicht grundlegend verändert. Im Gegenteil, es gab Hinweise, dass die Prävalenz von Krampfadern im Laufe der Jahre sogar leicht angestiegen ist; ein erwartbarer Effekt, da zwischenzeitlich viele Teilnehmer älter geworden waren.

Auch die Rate schwerer chronischer Venenschäden nahm etwas zu. Diese Beobachtungen bestätigen, dass Venenleiden ein chronisches, fortschreitendes Geschehen sein können, wenn keine ausreichende Behandlung erfolgt.

Ein zentrales Thema der Bonner Venenstudie II war die Versorgungspraxis. Hier brachten die Resultate Erfreuliches und Besorgniserregendes zugleich ans Licht.

Erfreulich war, dass medizinische Kompressionsstrümpfe tatsächlich die mit Abstand häufigste Therapieform darstellten, wie von Fachleuten empfohlen. Viele Patienten hatten erkannt, oder von ihrem Arzt vermittelt bekommen, dass Kompression helfen kann, Beschwerden zu lindern und ein Fortschreiten der Krankheit zu bremsen.

Die Studie fand heraus, dass etwa 75% der Patienten, die Kompressionsstrümpfe tragen sollten, dies auch gewissenhaft und regelmäßig tun. Hauptsächlich, weil sie merken, dass es ihren Beinen guttut. Diese hohe Therapietreue zeigt, dass Aufklärung und Einübung der richtigen Anwendung Früchte tragen: Wer den Nutzen spürt, bleibt eher dabei.

Dennoch deckte die Folgestudie auch eine Versorgungslücke auf. Trotz gestiegener Verordnungszahlen gibt es immer noch eine eklatante Unterversorgung mit Kompressionsbehandlung. Beispielsweise hatten nur 18% der Patienten mit Krampfadern überhaupt ein Rezept für Kompressionsstrümpfe erhalten. Mit anderen Worten: vier von fünf Betroffenen blieben unbehandelt.

Bei jenen mit fortgeschrittener Venenschwäche lag die Verschreibungsrate zwar etwas höher (21%), war aber immer noch niedrig. Diese Zahlen machten Fachleute nachdenklich.

Warum erhalten so viele Patienten keine Kompressionsstrümpfe, obwohl es die Leitlinien als Basistherapie empfehlen?

Mögliche Gründe sind eine unterschätzte Wahrnehmung des Problems, seitens der Patienten und teils der Ärzte, oder auch Kostenüberlegungen. Die Autoren der Studie forderten daher, in Zukunft noch stärker aufzuklären und Barrieren in der Versorgung abzubauen.

Die Therapie richtet sich nach Art und Schweregrad der Symptome. Behandlungsmöglichkeiten der Venenschwäche

Fazit: Orientierung und Hoffnung für Ihre Venengesundheit

Die Bonner Venenstudie war ein Meilenstein. Sie hat uns die Augen geöffnet für das wahre Ausmaß einer oft im Verborgenen leidenden Volkskrankheit und die dringende Notwendigkeit unterstrichen, Prävention und Behandlung von Venenleiden ernst zu nehmen. Sie hat die medizinische Forschung, die Entwicklung von Leitlinien und das öffentliche Gesundheitsbewusstsein nachhaltig geprägt.

Auch wenn jede wissenschaftliche Erkenntnis im Fluss der Zeit durch neue Forschung ergänzt und verfeinert wird, bleibt die Kernbotschaft der Studie von ungebrochener Aktualität und Relevanz: Die Gesundheit unserer Venen ist ein kostbares Gut, für dessen Erhalt wir zu einem erheblichen Teil selbst Verantwortung tragen. Indem wir achtsam mit unserem Körper umgehen, individuelle Risikofaktoren erkennen und minimieren sowie die vielfältigen Möglichkeiten der Vorbeugung und modernen Therapie nutzen, können wir entscheidend zu unserem eigenen Wohlbefinden und einer hohen Lebensqualität beitragen.

Die allermeisten Betroffenen können mit konservativen Maßnahmen (Bewegung, Kompression, Venengymnastik) und ggf. minimalinvasiven Eingriffen wie dem Venenstripping und der Sklerotherapie ein nahezu beschwerdefreies Leben führen und Komplikationen vermeiden.

Zudem können Sie bestimmten Frühsymptomen wie müden und schweren Beinen, nächtlichen Wadenkrämpfen und Ödemen vorbeugen bzw. diese lindern, indem Sie auf Präparate wie Venostasin® retard setzen.

XXX Bonnver Venenstudie XXX

Testen Sie Ihr Wissen

Frage 1 von 7

Was ist der Hauptzweck der Bonner Venenstudie?

AEntwicklung neuer Medikamente gegen Venenerkrankungen
BStudie über die Auswirkungen von Sport auf die Venen
CUntersuchung der Venengesundheit in Deutschland
DErhebung von Daten zur Hautgesundheit
Frage 2 von 7

Wer war die wissenschaftliche Federführung der Bonner Venenstudie?

AProf. Dr. Eberhard Rabe
BDr. Hans Müller
CDr. Anna Schmidt
DProf. Dr. Klaus Becker
Frage 3 von 7

Welche der folgenden Aussagen zur Verbreitung von Venenproblemen in Deutschland trifft laut der Bonner Venenstudie zu?

A37 % der Erwachsenen haben gesunde Beinvenen
B55 % der Bevölkerung leidet an Venenentzündungen
C45 % der Erwachsenen haben eine Venenschwäche im Frühstadium
D23 % der Deutschen haben sichtbare Krampfadern
Frage 4 von 7

Was ist ein typisches Zeichen für chronische Venenschwäche gemäß der CEAP C3 Klassifikation?

AErhöhte Pulsfrequenz
BHautverfärbungen
CKopfschmerzen
DPrätibiales Ödem
Frage 5 von 7

In welcher Altersgruppe hatten fast 20 % der Studienteilnehmer sichtbare Varikosen oder Anzeichen von Venenschwäche?

A18–19 Jahre
B30–39 Jahre
C40–49 Jahre
D50–59 Jahre
Frage 6 von 7

Wie viele Erwachsene in Deutschland zeigen Venenveränderungen?

AEtwa 25 % der 18–79-Jährigen
BUngefähr 50 % der 18–79-Jährigen
CRund 90 % der 18–79-Jährigen
DWeniger als 10 % der 18–79-Jährigen
Frage 7 von 7

Was wird als eine moderne Behandlungsmethode gegen Krampfadern in der Bonner Venenstudie genannt?

AVenenstripping
BVerödung
CStrahlentherapie
DAkupunktur
0/7

Quiz beendet!

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Kai Melchior
Kai ist bereits seit 2016 in wissenschaftlichen Positionen in der Pharmaindustrie aktiv und seit 2020 Head of Medical Affairs bei der Klinge Pharma GmbH. Die Abteilung ist Ansprechpartner für alle medizinisch-wissenschaftlichen Fragestellungen zu den Produkten und Therapiebereichen und ständig im engen Austausch mit Ärzten, Apotheken, Redakteuren und Verbrauchern. Kai ist Diplom-Biologe und hat in Köln studiert.

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Wen Jun Ng
Wen Jun ist Chemiker mit einem Schwerpunkt in der medizinischen Chemie und seit 2021 in der Abteilung Medical Affairs bei der Klinge Pharma GmbH tätig. Mit seiner Expertise prüft er, ob die Informationen und Inhalte auf dieser Seite medizinisch-wissenschaftlich korrekt sind sowie dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen. Zudem ist er durch die Beantwortung von medizinischen Anfragen im regelmäßigen Austausch mit Patienten, Arztpraxen und Apotheken.

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